Ich habe einige Jahre lang intensiv geimkert – und meine Familie das ganze Jahr über mit entsprechendem Nachschub an Honig versorgt.
Und weil ich weiß, dass im Zuge von ökologischer Nachhaltigkeit auch immer wieder die Haltung von Bienenvölkern in Wohnbauprojekten überlegt wird, dazu ein paar Gedanken:
Ja, man kann Honigbienen gut auf Terrassen und Dächern im bebauten Gebiet halten. Das Nahrungsangebot im Jahresverlauf ist meistens sogar besser als im Umfeld landwirtschaftlicher Monokulturen. Bienen fliegen für ihre Nahrung bis zu 3km weit.
Es gibt gesetzliche Vorschriften für das Aufstellen von Bienenvölkern. Zum Beispiel, was die Einhaltung von Mindestabständen zu Nachbarn und dem öffentlichen Raum betrifft.
Gute Arbeitsbedingungen am Standort schaffen.
Man braucht einen sehr gut zugänglichen, sicheren Standplatz mit Bewegungsraum, der am besten auch einen Lagerraum für den / die Imker*in umfasst.
Die Aufstellung von mindestens 3 Völkern an einem Standort sollte möglich sein. Das erleichtert die imkerliche Arbeit und ermöglicht etwas effizientere Abläufe. So finden Sie auch leichter jemanden, der die Betreuung der Völker übernehmen will.
Flugbetrieb und mögliche Beeinträchtigungen durch die Bienen nicht unterschätzen.
UND… GANZ WICHTIG: die im unmittelbaren Umfeld wohnenden Menschen sollten unbedingt in die Überlegungen involviert werden!
In einem einzigen gesunden Bienenvolk leben im Sommer rund 60.000 Bienen. Da ist so einiges los. Das kann neben Faszination auch ein sehr großes Unbehagen auslösen – vorsichtig ausgedrückt…
Wenn Sie planen, Bienenvölker in einem Projekt in Wien und Umgebung zu integrieren, kann ich gerne Kontakte zu Wiener Imker*innen vermitteln, die viel Erfahrung im dicht bebauten Stadtgebiet haben.
Herzliche Grüße,
Andrea Eggenbauer

